Lokale News

Wallis: Hausaufgaben – Ja oder Nein?

RRO - 10. Februar 2020 - 7:01
Eine St. Galler Primarschule hat die Hausaufgaben für ein Jahr abgeschafft. Wie sieht das im Wallis aus und machen solche Aufgaben überhaupt Sinn?

Hausaufgaben Ja oder Nein? Sind diese nötig oder braucht es sie gar nicht? Für die Adjunktin der Dienststelle für Unterrichtswesen Tanja Fux sind Hausaufgaben eine Möglichkeit, dass das Kind lernt, sich seine Aufgaben einzuteilen und zu planen: "Hausaufgaben sind ein Fenster zur Schule. Eltern wissen so, was ihr Kind lernt." Jedoch sollten Eltern ihren Kindern nicht allzu sehr zur Hilfe gehen. "Sie sollten viel mehr die richtigen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen – beispielsweise einen ruhigen Ort", so Fux. Ebenso als sinnvoll erachtet Erich Pfammatter, Schuldirektor der Schulregion Raron, Hausaufgaben: "Hausaufgaben machen Sinn. Denn sie dienen der Festigung, Verarbeitung und Vertiefung von Wissen. Sie fördern das selbstständige Arbeiten und fördern die Lernenden in ihrer Art und Weise, wie sie sich organisieren."Ähnlicher Meinung ist der Direktor der Schulen Brig Süd Dominik Chanton. Er sieht die Problematik unter anderem eher darin, dass in Schulklassen eine grosse Heterogenität herrscht. "Was für das eine Kind zu wenig ist, ist dem anderen markant zu viel. Deshalb sind Lehrpersonen nicht nur beim Unterricht für Differenzierung gefordert, sondern auch im Erteilen der Hausaufgaben."Mehr zum Thema lesen Sie im Walliser Boten vom Montag./sr
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Unihockey: Visper Lions schaffen den Ligaerhalt

RRO - 9. Februar 2020 - 20:15
Die Damen des UHC Visper Lions gewinnen das Auswärtsspiel gegen Aergera Giffers und sichern sich damit den Ligaerhalt in der Nationalliga B.

In der letzten Qualifikationsrunde der NLB herrschte Hochspannung. Fünf Teams kämpften da noch um die Teilnahme an den Play-offs. Akut gefährdet waren auch die Visperinnen. Sie waren vor dem entscheidenden Spiel auf dem zweitletzten Platz klassiert. Doch die Mannschaft von Trainer Jonas Gruber reiste mit viel Zuversicht zum ebenfalls gefährdeten Team Aergera Giffers.In der Sporthalle Giffers kam es dann zu einem Unihockey-Krimi. In der 6. Minute gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Doch die Visperinnen reagierten postwendend. Zwei Minuten später schoss Laura Zurbriggen den ersten Visper Treffer zum 1:1. In der 14. Minute nutzen die Oberwalliserinnen eine Strafe aus. Michelle Zubriggen erzielte 30 Sekunden nach Beginn der Strafe den erstmaligen Führungstreffer. Doch die Freude der Gäste währte nicht lange. Zwei Minuten später folgte der Ausgleich zum 2:2. Dies war das Zwischenresultat nach dem ersten Drittel.Das Mitteldrittel war geprägt von vier 2-Minuten-Strafen. Dreimal musste eine Freiburgerin auf die Strafbank, einmal gab es eine Strafe gegen Visp. Trotz diesen Überzahlsituationen fielen keine Tore und es blieb nach 40 Minuten beim 2:2.Sieben Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, als Giffers die erneute Führung bewerkstelligte. Doch es erfolgte wiederum eine schnelle Reaktion der Oberwalliserinnen. Mit ihrem zweiten Treffer stellte Laura Zurbriggen wieder den Gleichstand zum 3:3 her. Zwei Minuten vor Drittelsende kassierte Giffers erneut eine 2-Minuten-Strafe wegen eines Wechselfehlers. Coach Gruber nahm ein Time-out. Dies zahlte sich aus. 90 Sekunden vor dem Abpfiff kam Verteidigerin Evelyn Jäger zum erfolgreichen Abschluss und erzielte den viel umjubelten Siegestreffer.Dank dieses Siegs kamen die Visper Lions in der Schlusstabelle auf 22 Punkte und machten einen Sprung auf den 5. Platz. Aergera Giffers blieb auf den 19 Punkten und muss weges des zweitletzten Tabellenplatzes in die Abstiegsrunde.Trainer Jonas Gruber zeigte sich sehr erfreut über die Leistung seiner Spielerinnen. "Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel. Insgesamt hatten wir etwas mehr Chancen als Giffers, darum ist der Sieg nicht unverdient. Auch als wir in Rückstand lagen, haben wir immer an uns geglaubt." Giffers spielte während des gesamten Spiels mit zwei Sturmlinien. Bei den Visperinnen kamen bis zehn Minuten vor Schluss drei Linien zum Einsatz. "Wahrscheinlich hatten wir dadurch am Schluss noch etwas mehr Power." Am nächsten Wochenende beginnen für die Visperinnen die Play-offs. Der Gegner wird am Montag bekannt gegeben./en
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Wallis: "Das Oberwallis ist immer noch konservativ"

RRO - 9. Februar 2020 - 18:38
SP-Nationalrat Mathias Reynard war der Initiant zur Erweiterung des Anti-Diskriminierungs-Gesetzes. Das Oberwallis lehnt dies am Sonntag ab. Für ihn ein Zeichen von Konservatismus.

Er war der Initiant der Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm. SP-Nationalrat Mathias Reynard. Jetzt lehnt genau ein Teil seines Herkunftskantons, das Oberwallis, diese Vorlage am Sonntag ab. Mehr als 60 Prozent der Schweizer Bevölkerung hingegen stimmte dafür. "Im Oberwallis war eine Fifty-Fifty-Entscheidung. Es zeigt, dass das Oberwallis immer noch sehr konservativ ist." Vor 15 Jahren aber war es das Oberwallis, dass sich offener gegenüber der eingetragenen Partnerschaft zeigte als das Unterwallis. Nun hat sich der Wind im Kanton wieder gedreht, so Reynard. Nichtsdestotrotz ist für ihn klar, dass die Entscheidung des Oberwallis am Abstimmungssonntag konservativ war. Mit der Volksabstimmung zieht das Oberwallis mit den Kantonen Schwyz, Uri und Appenzell Innerrhoden gleich. Für Reynard ein klarer Fall von konservativen Denkweisen. Der Nationalrat hofft mit dem Ergebnis auf mehr Toleranz für Menschenrechte, für eine Schweiz des Zusammenlebens. Das Oberwallis dürfe davon nicht ausgenommen werden./sr
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Rollstuhl-Curling: Crans Montana Tor ist Schweizermeister

RRO - 9. Februar 2020 - 18:15
Das Team Crans Montana Tor holt sich in Brig den Schweizermeistertitel im Rollstuhl-Curling. Damit verteidigt das Team mit Skip Raymond Pfyffer den Titel vom Vorjahr.

Die Mannschaft mit Skip Raymond Pfyffer blieb in den Qualifikationsspielen unbesiegt. Im Halbfinal traf der letztjährige Meister am Sonntagmorgen auf das Team St. Gallen 1. Gegen die Ostschweizer hatte sich Crans Montana Tor am Vorabend knapp durchgesetzt. Im Halbfinal war es bis zum siebten End ebenfalls ausgeglichen. Da schrieb Skip Raymond Pfyffer einen Viererhaus und entschied damit die Partie mit 9:3 zu Gunsten von seinem Team. Im anderen Halbfinal besiegte Lausanne Olympique das Team von Wetzikon klar mit 8:2.So kam es im Final zum Duell Crans Montana Tor, Meister 2019, gegen Lausanne Olympique, Meister 2018. Dabei kam es zu einem spannenden Match. Nach dem fünften End lag Lausanne mit 6:4 in Führung. In den beiden folgenden Ends holte das Team mit Skip Pfyffer fünf Punkte. Damit war einen Vorentscheidung gefallen. Im achten End gab es dann nur noch zwei Steine für Lausanne. Damit stand der 9:8-Sieg des Titelverteidigers fest.Die Bronzemedaille ging an das Team St.Gallen 1. Die Ostschweizer besiegten im kleinen Final Wetzikon klar mit 9:2. Das Spiel um Platz 5 endete mit 5:4 für St. Gallen 2 gegen Genf.Skip Raymond Pfyffer vom siegreichen Team Crans Montana Tor zeigte sich mit den Ergebnissen in Brig sehr zufrieden. "Wir waren sicher in der Favoritenrolle. Ein grosses Merci gehört meinem Team, das ausgezeichnet gespielt hat." Für das Team Crans Montana Tor war der Wettkampf in Brig eine sehr gute Vorbereitung für die kommende Weltmeisterschaft. "Das Mindestziel da ist ein 9. Rang. So können wir den Ligaerhalt in der Gruppe A schaffen", blickt Raymond Pfyffer voraus. Der erfolgreiche Skip lobte auch die vorzügliche Organisation der Meisterschaften in Brig. "Dem Organisationskomitee gebührt ein grosser Dank. Alles war bestens organisiert und auch die Bedingungen in der Ischi Arena waren optimal."Im Team des Silbermedaillengewinners Lausanne Olympique spielt mit Leo Gottet ein gebürtiger Oberwalliser. Auch er war von der Organisation beeindruckt. "Den Organisatoren muss man eine Gratulation aussprechen. Es machte viel Spass hier in dieser herrlichen Halle zu spielen." Leo Gottet ist überzeugt, dass Rollstuhl-Curling ein perfekter Sport für Menschen mit einem Handicap ist. "Die Kälte ist dabei kmmein Problem. Wir haben Kleider, die uns prima schützen und so können wir diesen Sport wie Menschen ohne Behinderung prima ausüben." Leo Gottet spielt in Lausanne auch gegen Spieler ohne Behinderung. "Unser Niveau ist mittlerweile auch sehr hoch. So können wir da auch ganz gut mithalten."/en
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Auch im Oberwallis blickt man auf die Hollywood-Avademy

http://www.1815.ch - 9. Februar 2020 - 18:04
In der Nacht auf Montag werden in Los Angeles die goldenen Oscar-Trophäen verliehen. Stefan Oester vom Kino Astoria in Visp verrät seine Favoriten.
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Skitourenrennen: Weltcupsieg für Iwan Arnold

RRO - 9. Februar 2020 - 17:52
Die Schweizer waren auch beim zweiten Sprint-Weltcup der Saison in Berchtesgaden eine Klasse für sich. Marianne Fatton und Iwan Arnold gewannen das heutige Rennen souverän.

Bereits zwei intensive Wettkampftage hatten die Skitourenrenn-Läuferinnen und -Läufer in den Beinen. Heute folgte zum Abschuss des dreitätigen Weltcups in Berchtesgaden (GER) ein Sprint-Wettbewerb. Die Schweizer Athleten gingen in ihrer Paradedisziplin als Favoriten an den Start.Bei den Herren kam es dank der starken Leistungen von Iwan Arnold und Arno Liehta zu einem Schweizer Doppelsieg. „Ich freue mich sehr über meinen heutigen Triumph. Anfangs hatte ich Mühe, da meine Beine müde waren und sich schwer anfühlten. Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich nicht an den Sieg. Aber ich blieb positiv und wurde von Runde zu Runde schneller“, so Arnold nach dem Wettkampf. Hinter Iwan Arnold und Arno Lietha lief der Italiener Robert Antonioli auf Platz 3. Martin Anthamatten klassierte sich auf dem 16. Rang. Mit seinem 2. Rang bei den Elite Herren war Lietha heute gleichzeitig auch der beste U23 Athlet und siegte somit in dieser Kategorie.Obwohl sie die Anstrengungen der vergangenen zwei Renntage gespürt hatte, wurde insbesondere Marianne Fatton ihrer Favoritenrollen gerecht. Die Schweizerin gewann vor Marianna Jagercikova  (SVK) und Alba de Silvestro (ITA). Deborah Chiarello verfehlte als Fünfte das Podest nur knapp. Bei den U23 klassierte sich Alessandra Schmid auf dem 7. Rang./en
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Oberwallis/Los Angeles: Der Teppich ist ausgerollt ...

RRO - 9. Februar 2020 - 16:43
In der Nacht auf Montag werden in Los Angeles die goldenen Oscar-Trophäen verliehen. Stefan Oester vom Kino Astoria in Visp verrät seine Favoriten.

"Parasite", "Once Upon a Time …in Hollywood" oder "Joker". Sie alle gehören für Stefan Oester, Chef des Kino Astoria in Visp, bereits im Vorfeld der 92. Oscar-Nacht zu den grossen Gewinnern. Sein persönlicher Favorit ist jedoch "1917".Das sind die diesjährigen Oscar-Favoriten: der psychisch kranke Batman-Gegenspieler Joker, eine Handvoll Mafiosi um den Gangster "The Irishman", zwei abgehalfterte Schauspieler im Hollywood der 1960er Jahre und zwei junge britische Soldaten in den Schützengräben vom Ersten Weltkrieg. Diese männerlastigen Themen - mit weissen Schauspielern besetzt - holten die meisten Oscar-Nominierungen. Dass Frauen vor und hinter der Kamera so wenig berücksichtigt wurden, sorgte sofort für heftige Kritik im Internet.Mit elf Nominierungen ist die düstere Comic-Charakterstudie "Joker" der grosse Favorit. Das Werk hat Chancen in der Top-Sparte "Bester Film". Ausserdem sind Regisseur Todd Phillips und Hauptdarsteller Joaquin Phoenix nominiert, der für die Rolle stark abnahm und sich ein schrilles Lachen antrainierte. Nach früheren Nominierungen für "Gladiator", "Walk The Line" und "The Master" könnte Phoenix nun endlich seinen ersten Oscar in Empfang nehmen.Renée Zellweger kann auf ihre zweite Oscar-Trophäe hoffen. Dieser Meinung ist auch Oester. Nach dem Nebendarsteller-Preis für das Drama Cold Mountain ist sie nun Favoritin für den Hauptdarstellerinnen-Oscar für ihre Darstellung der Schauspielerin Judy Garland in dem Film "Judy"./ip
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Indie-Preise für «Parasite» und «The Farewell»

http://www.1815.ch - 9. Februar 2020 - 16:14
Einen Tag vor der Oscar-Gala hat der koreanische Film "Parasite" bei der Verleihung der Independent Spirit Awards den Preis in der Sparte "Bester Internationaler Film" gewonnen. Der Thriller von Regisseur Bong Joon Ho ist auch der grosse Favorit im Rennen um den Auslands-Oscar.
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Ski alpin: Kleine Kristallkugel für Meillard

RRO - 9. Februar 2020 - 16:05
In einem rein schweizerischen Final holte sich Loic Meillard im Parallel-Riesenslalom in Chamonix seinen ersten Weltcupsieg und sichert sich die kleine Kristallkugel.

Im Parallel-Riesenslalom in Chamonix konnte Loic Meillard seinen ersten Weltcupsieg feiern. Im Finale kam es zu einem reinen Schweizer Duell. In diesem gewann Meillard gegen Thomas Tumler. Für Tumler ist es der zweite Podestplatz in seiner Karriere. Dank diesem Sieg und nur zwei Rennen in dieser Sparte sichert sich Loic Meillard auch noch die kleine Kristallkugel.Die weiteren Schweizer Justin Murisier, Sandro Simonet, Gino Caviezel, Reto Schmidiger und Daniel Yule scheiterten bereits am Vormittag an der Qualifikationshürde und waren darum im Finale nicht vertreten./bl
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Schweiz: Einmal Ja und einmal Nein

RRO - 9. Februar 2020 - 15:16
Das Schweizer Stimmvolk sagt Ja zur Volksinitiative "Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung" und Nein für "mehr bezahlbare Wohnungen".

Bei den Volksinitiativen "Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung" und "Mehr bezahlbare Wohnungen" zeichnete sich am Sonntag das Bild ab, welches sich bereits zuvor in den Trendumfragen gezeigt hatte. Das Schweizer Stimmvolk stimmte mit 63,1 Prozent Ja zu 36,9 Prozent Nein für die Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm und mit 57,1 Prozent Nein zu 42,9 Prozent Ja gegen die Initiative "mehr bezahlbaren Wohnungen."  Für Gilbert Truffer, SPO-Parteipräsident, ist das Ja zum Anti-Diskriminierungsgesetz der Weg in die richtige Richtung: "Ich hoffe, dass der Umgang mit Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung nun besser wird." Ähnlich sieht das Brigitte Wolf von den Grünen Oberwallis: "Die Grünen freuen sich über das Ergebnis." Die Gesetzesänderung lasse aber auch die Homophobie leider nicht verschwinden. Zur echten Gleichstellung sei es noch ein weiter Weg. Wolf rügt derweil noch das Oberwallis: "Dass das Oberwallis das neue Gesetz abgelehnt hat, zeigt wieder einmal, wie konservativ der obere Kantonsteil aufgestellt ist." Mit dem Resultat teilweise zufrieden zeigt sich SVPO-Vizepräsident Michael Kreuzer: "Im Oberwallis haben wir die Abstimmung gewonnen. Schweizweit wurde die Vorlage angenommen, das müssen wir akzeptieren". Er stellt sich nach der Annahme die Frage, ob die Anti-Rassismus-Strafnorm nun unendlich erweitert werde. Anders sieht das die CSPO. Parteipräsident Konstantin Bumann ist mit dem schweizweiten Ergebnis zufrieden. Aber mit Blick auf die Ablehnung im Oberwallis zeigt er sich erstaunt: "Ich habe das Gefühl, dass es endlich an der Zeit ist, die Menschen aufzunehmen. Jeder hat das Recht so zu sein wie er ist." Das Oberwallis entwickle sich sicher auch noch besser. Es brauche halt Zeit, so Bumann. Und CVPO-Parteipräsidentin Franziska Biner verweist auf Nächstenliebe. "Niemand, der in der Schweiz lebt, unabhängig von Rasse und sexueller Orientierung, sollte Hass oder Diskriminierung erfahren."Die Volksinitiative "mehr bezahlbare Wohnungen" wurde am Sonntag klar abgelehnt. Befürworter Gilbert Truffer zeigt sich als guter Verlierer: "Ich respektiere das Resultat. Mit der grossen Ablehnung in den grossen Kantonen habe ich aber nicht gerechnet." Er sei überzeugt davon, dass das Thema noch nicht abgeschlossen sei. Wohnen sei ein Grundrecht, so Truffer. Brigitte Wolf will derweil das grosse Ganze sehen: "Mit über 40 Prozent Ja-Stimmen können wir nicht von einem schlechten Resultat reden." Das Problem sei gewesen, dass man schweizweit, das gleiche Rezept anwenden wollte. Bekämpft hat die Initiative von Anfang an die SVP. Vizepräsident der SVPO Michael Kreuzer ist erfreut: "Es ist ein gutes und klares Zeichen. Auch im Hinblick darauf, dass das Oberwallis mit rund 80 Prozent Nein gestimmt hat." Die Vorlage sei eine links-eigentumsfeindliche Initiative gewesen, so Kreuzer. Auch Konstantin Bumann von der CSPO ist Kreuzer's Meinung, dass die Mietwohnungs-Initiative übertrieben war: "Die Initiative hat einfach zu viel verlangt. Es ist an der Privatwirtschaft dies zu regeln und nicht am Staat." Gleich sieht das die CVPO. Parteipräsidentin Franziska Biner redet von einem potentiellen bürokratischen Monster. Die Besonderheiten von jedem Kanton hätte man dort aussen vor gelassen, so Biner. Im Wallis sehen die Resultate wie folgt aus. Mit 32,88 Prozent Ja zu 67,12 Prozent Nein zur Initiative "Mehr bezahlbare Wohnungen" und mit 62,72 Prozent Ja zu 37,28 Prozent Nein zur "Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung"./sr 
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Naters: Bau- und Kreditbegehren mit grosser Mehrheit angenommen

RRO - 9. Februar 2020 - 15:15
Die kommunale Abstimmung in Naters um ein Bau- und Kreditbegehren für den Neubau des Primarschulhauses im Campus Bammatta wurde mit grosser Mehrheit angenommen.

Auch in Naters fand eine kommunale Abstimmung statt.  Es ging um ein Bau- und Kreditbegehren für den Neubau des Primarschulhauses im Campus Bammatta. Das Begehren wurde mit grosser Mehrheit angenommen. Stimmberechtigt waren 7160 Personen. 3217 Stimmzettel sind eingegangen, davon 26 leere und 50 ungültige. Der Ja-Stimmen-Anteil liegt bei 2589 Stimmen, Nein-Stimmen sind 552 zusammengekommen. Der Neubau des Primarschulhauses Bammatta wird gemäss einem ersten Kostenvoranschlag rund 5,4 Mio. Franken kosten (Stand 19. Juni 2019). Gemäss Franz Ruppen ist der Baustart für den 30. März 2020 vorgesehen. Im Schuljahr 2021/22 soll im Neubau der Unterricht beginnen./pd/tma
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Teilweise Zustimmung zu einer möglichen Fusion im Saastal

http://www.1815.ch - 9. Februar 2020 - 15:04
Das Saastal sagt grossmehrheitlich Ja zur Konsultativabstimmung über eine Fusion. Saas-Balen zieht als einzige Gemeinde nicht mit.
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Natischer geben Kredit für Neubau Primarschulhaus frei

http://www.1815.ch - 9. Februar 2020 - 14:55
Auch in Naters fand eine kommunale Abstimmung statt. Es ging um ein Bau- und Kreditbegehren für den Neubau des Primarschulhauses im Campus Bammatta. Das Begehren wurde mit grosser Mehrheit angenommen.
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Täsch: Bevölkerung stimmt Änderung des Organisationsreglements zu

RRO - 9. Februar 2020 - 14:10
Mit 109 Ja- zu 33 Nein-Stimmen hiess die Täscher Bevölkerung am Sonntag die Streichung der achtwöchigen Vernehmlassungsfrist bei der Schaffung oder Änderungen von Reglementen zu.

Bisher musste die Gemeinde Täsch ein neues Reglement oder die Änderung eines solchen, den örtlichen Parteien oder Interessensgruppen zur Vernehmlassung vorlegen. Diese dauerte acht Wochen. "In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass sich die Bevölkerung aber während dieser Frist fast nie geäussert hat. Zudem gibt es in Täsch keine aktive Parteienlandschaft mehr. Deshalb hat die Vernehmlassungsfrist eigentlich nichts gebracht und wurde unnötig", so Gemeindepräsident Mario Fuchs. Mit dem deutlichen Ja des Stimmvolks, wird nun diese Vernehmlassungsfrist, der ein Spezialfall im Oberwallis darstellte, aus dem Organisationsreglement gestrichen.Das angepasste Reglement muss nun gemäss Fuchs noch vom Kanton homologiert werden./wb
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Täsch ist kein Spezialfall mehr

http://www.1815.ch - 9. Februar 2020 - 13:59
Mit 109 Ja- zu 33 Nein-Stimmen hiess die Täscher Bevölkerung am Sonntag die Streichung der achtwöchigen Vernehmlassungsfrist bei der Schaffung oder Änderungen von Reglementen zu.
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Oberwallis: Nein zur Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm

RRO - 9. Februar 2020 - 13:46
Das Oberwallis zeigt sich in gesellschaftspolitischer Hinsicht einmal mehr von seiner konservativen Seite. Die Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm wird abgelehnt.

Während der Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm sowohl auf nationaler Ebene aber auch auf kantonaler Ebene klar zugestimmt wird, sagt das Oberwallis Nein. Das Ergebnis im deutschsprachigen Kantonsteil ist zwar ein Fifty-Fifty-Resultat, bei 50,46 Prozent Nein und 49,54 Prozent Ja. Ins Verhältnis zu den Resultaten im Welsch-Wallis gesetzt, spricht das Votum derweil Bände.Zum Vergleich: Im Mittelwallis sagen 66.81 Prozent der Stimmenden Ja, im Unterwallis 67.91 Prozent. Auf gesamtkanonler Ebene wird die Erweiterung der Strafnorm mit einer soliden Zweidrittel-Mehrheit (62.83 Prozent) gutgeheissen.Anders im Oberwallis. Selbst in der Talgemeinde Visp war die Reform abgelehnt (50.08 Prozent Nein), im mondänen Zermatt ebenfalls (50.48 Prozent). Klarer war das Nein etwa in der SVP-dominierten Gemeinde St. Niklaus (64.25 Prozent). Auch in der grossen Talgemeinde Naters, präsidiert von SVP-Nationalrat Franz Ruppen, gab es ein Nein (54.19 Prozent).Bei der Initiative für «Mehr bezahlbare Wohnungen» schert das Oberwallis ebenfalls aus. Fast 80 Prozent der Oberwalliser Stimmenden sagen deutlich Nein zur Mietwohnungsinitiative, im Mittelwallis sind es gut 64 Prozent und knapp 62 Prozent im Unterwallis./dab
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Das Oberwallis stimmt gegen Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm

http://www.1815.ch - 9. Februar 2020 - 13:45
Das Oberwallis zeigt sich in gesellschaftspolitischer Hinsicht einmal mehr von seiner konservativen Seite. Die Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm, die neu auch die Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung strafbar macht, wird abgelehnt.
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Saastal: Teilweise Zustimmung zu einer möglichen Fusion

RRO - 9. Februar 2020 - 12:42
Das Saastal sagt grossmehrheitlich Ja zur Konsultativabstimmung über eine Fusion. Saas-Balen zieht als einzige Gemeinde nicht mit.

Das Saastal hat am Sonntag zur Konsultativabstimmung über eine Fusion abgestimmt. Die Gemeinden Saas-Fee, Saas-Grund und Saas-Almagell stimmten dafür, die Gemeinde Saas-Balen dagegen. In Saas-Fee lag die Stimmbeteiligung bei 58,7 Prozent. 68,7 Prozent waren dafür, 31,1 Prozent dagegen. In Saas-Grund lag die Stimmbeteilung bei 63,5 Prozent, 75,4 Prozent stimmten dafür. In Saas-Almagell lag die Stimmbeteilung bei 74,6 Prozent. 62,6 Prozent stimmten dafür, der Rest dagegen. In Saas-Balen lag die Stimmbeteilung bei 72,1 Prozent. Dort waren lediglich 42,3 Prozent dafür,  57,7 Prozent dagegen. Nun scheint es nicht ganz klar zu sein, wie es weitergeht. Saas-Balen's Gemeindepräsident Konrad Burgener erklärt gegenüber rro: "Das Ergebnis ist nicht in Stein gemeisselt. Es besteht noch Verhandlungsspielraum. Jedoch ist alles noch ganz ungewiss." Wie er festhält, sei die Bevölkerung zu Beginn an ein bisschen kritisch gegenüber der Konsultativabstimmung eingestellt gewesen. Gemeindepräsident von Saas-Grund Bruno Ruppen sieht das derweil anders: "Für mich ist das nun ein eindeutiger Auftrag an die Gemeinderäte von Saas-Fee, Saas-Grund und Saas-Almagell über eine mögliche Fusion zu sprechen." Gemeindepräsident von Saas-Fee, Roger Kalbermatten, sieht es ähnlich wie Ruppen: "Es ist ein klarer Auftrag der Bevölkerung an die Gemeinderäte, dass diese sich nun konkret Gedanken über eine Fusion machen." Es sei aber klar zu berücksichtigen, dass nicht alle Gemeinden dafür gestimmt hätten. "Ich will jetzt nicht vorgreifen und möchte zuerst darüber schlafen." Dann gelte es weiter zu schauen. Kurt Anthamatten der Gemeinde Saas-Almagell ist vom Resultat positiv überrascht: "Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Was das aber nun genau heisst, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen." Das letzte Wort aber hat schlussendlich immer das Volk. Bereits jetzt arbeiten die Gemeinden Saas-Almagell, Saas-Balen, Saas-Fee und Saas-Grund in manchen Bereichen zusammen. So etwa im Schulwesen, beim Altersheim St. Antonius, beim Forst oder der Feuerwehr./sr 
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