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Wallis: Kantonale Unterstützungsmassnahmen zugunsten von Unternehmen

RRO - 26. März 2020 - 10:19
Der Staatsrat hat ein kantonales Unterstützungsprogramm für Unternehmen verabschiedet. Es soll die Massnahmen des Bundes ergänzen, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus abzufedern.

Um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus abzufedern, hat der Staatsrat ein kantonales Unterstützungsprogramm für Walliser Unternehmen verabschiedet. Das Programm soll die Massnahmen des Bundes ergänzen. Vorgesehen sind Unterstützungen auf Liquiditäts- und Steuerebene, in den Bereichen Kurzarbeit KAE, Landwirtschaft und auch für Veranstaltungen.Der Kanton Wallis hat gemäss Mitteilung folgende Massnahmen beschlossen, die diejenigen des Bundes ergänzen:Zusätzlich zu den vom Bund beschlossenen Massnahmen kann der Staat Wallis über sein Bürgschafts- und Finanzzentrum CCF für Überbrückungskredite bürgen, die den Unternehmen, die aufgrund des Coronavirus in Not geraten sind, von Bankpartnern vergeben werden. Die Nettokosten des Kredits belaufen sich während 24 Monaten auf höchstens 1 Prozent. Für die Bürgschaft werden während dieser Zeit keinerlei Gebühren erhoben. Die aktuellen Verpflichtungsmöglichkeiten des Kantons in Form von Bürgschaften belaufen sich auf 105 Millionen Franken.2020 werden keine Annuitäten für Darlehen vom Staat IHG oder NRP in Rechnung gestellt. Die Annuitäten, die seit dem 1. Januar bereits gezahlt wurden, können auf Gesuch der betroffenen Unternehmen hin zurückerstattet werden. Die Darlehensverträge werden ausserdem um ein Jahr verlängert. Diese Massnahme wird mit rund 18 Millionen Franken beziffert.Die Rückzahlungen 2020 von Krediten oder Bürgschaften des CCF erhalten ebenfalls Aufschub. Die finanziellen Auswirkungen dieser Massnahme werden auf rund 11 Millionen Franken geschätzt.Eine Soforthilfe über den kantonalen Beschäftigungsfonds und zusätzlich zu den von Bund und Versicherungen beschlossenen Massnahmen zugunsten von Härtefällen unter Selbständigerwerbenden und anderen Personen, die von Kurzarbeitsentschädigung KAE, Erwerbsausfallsentschädigung EO, Entschädigung für finanzielle Einbussen oder anderen Formen der Nothilfe des Bundes ausgeschlossen sind, wird derzeit geprüft.Die Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit DIHA, die KantonaleArbeitslosenkasse, die Dienststelle für Kultur und die Ausgleichskasse sind dafür verantwortlich, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Erstattung der Kurzarbeitsentschädigung an die Arbeitgeber sowie die rasche Zahlung von Zulagen, Taggeldern und vom Bund vorgesehener Nothilfe an die Anspruchsberechtigten zu ermöglichen.Die DIHA ist befugt, alle Aktivitäten der RAV, die nicht zwingend von derBundesgesetzgebung verlangt werden, sofort einzustellen.Folgende Massnahme wurde bereits vom Staatsrat validiert:Die Organisatoren von Sport-, Kultur- und/oder Tourismusevents erhalten die vom Staat Wallis zugesprochenen Beträge für die abgesagten Veranstaltungen oder die automatische Bestätigung der Beträge für die verschobenen Veranstaltungen, vorausgesetzt, die Endabrechnung präsentiert sich so ausgeglichen wie möglich. Im Falle eines Gewinns wird der versprochene Beitrag nach unten angepasst. Die Loterie Romande hat ihr Engagement in gleicher Weise bestätigt.Auf Steuerebene setzt die kantonale Steuerverwaltung mehrere Massnahmen um:Die Frist zur Einreichung der Steuererklärung 2019 für natürliche Personen wird automatisch bis zum 31. Mai 2020 verlängert (statt 31. März).Alle Walliser Unternehmen, die direkt und indirekt unter den negativen Folgen der Coronavirus-Pandemie leiden, können für das Geschäftsjahr 2019 ausserordentliche Rückstellungen bilden. Diese müssen im Rechnungsjahr 2020 aufgelöst werden. Die Steuerausfälle durch diese Massnahme werden für die Gemeinden auf 25 bis 30 Millionen Franken und für den Kanton auf 25 bis 30 Millionen Franken geschätzt.Verzugszinsen für kantonale Steuern, mit Ausnahme der Quellensteuer, werden vom 1. April bis zum 31. Dezember 2020 nicht erhoben. Diese Massnahme wird mit 5 bis 6 Millionen Franken beziffert.Die Frist für die Zahlung der Quellensteuer für das erste Quartal 2020, die am 30. April 2020 endet, wird auf den 30. Juni 2020 verschoben. Die Frist für den Antrag auf Revision der Quellensteuer wird vom 31. März 2020 auf den 31. Mai 2020 verschoben, ohne Antrag des Steuerzahlers oder des Bevollmächtigten.Mahnungen, Bussen und die Eröffnung von Betreibungsverfahren werden bis auf Weiteres ausgesetzt.Auch im Bereich Landwirtschaft werden Massnahmen ergriffen:Die Dienststelle für Landwirtschaft richtet eine Stellenbörse ein, die es demlandwirtschaftlichen Gewerbe ermöglichen soll, den durch die Schliessung der Grenzen in Europa verursachten Arbeitskräftemangel auszugleichen.Der Zinssatz für die Rückzahlung von Investitions- und Hilfskrediten des Bundes in der Landwirtschaft wird auf 0 Prozent festgelegt.Die Dienststelle für Landwirtschaft wird die Fristen für die Einreichung derSchlussabrechnungen für Strukturverbesserungsarbeiten in der Landwirtschaft entsprechend der Dauer der Beschränkungen aufgrund des Coronavirus verlängern.Die Auszahlung der ersten Tranche der Direktzahlungen in Höhe von 70 Millionen Franken wird um zwei Monate vorgezogen und erfolgt am 15. April 2020.Die Informationen zu den Massnahmen zugunsten der Wirtschaftsakteure und zugunsten der Landwirtschaft sind auf der Homepage des Kantons verfügbar./wh
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Mörel-Filet/Ernen: Bauarbeiten an neuer Höchstspannungsleitung beginnen

RRO - 26. März 2020 - 9:29
Die Vorarbeiten für die neue Höchstspannungsleitung zwischen Mörel-Filet und Ernen beginnen in diesem Frühjahr. Parallel dazu werden zwischen Ernen und Ulrichen die alten Leitungen abgebrochen.

Im Frühjahr beginnt Swissgrid gemäss Mitteilung mit den Vorarbeiten für die neue Höchstspannungsleitung zwischen Mörel-Filet und Ernen. Bevor mit dem Bau der Höchstspannungsleitung begonnen werden kann, wird an den zukünftigen Maststandorten und an einzelnen Stellen entlang des zukünftigen Leitungstrassees der Wald ausgeholzt. Diese Arbeiten beginnen im April und sind voraussichtlich nach dem kommenden Winter abgeschlossen. Das Holz wird teilweise mit einem mobilen Seilkran abgeführt. Damit kann auf rund 300 Helikopterflüge verzichtet und entsprechende Lärmemissionen verringert werden. Swissgrid wird bereits dieses Jahr Schutzmassnahmen für Mensch und Umwelt im ausgeholzten Bereich prüfen. Der Bau der Mastfundamente und die Montagearbeiten beginnen voraussichtlich im Sommer 2021.Über die neue Höchstspannungsleitung zwischen Ernen und Ulrichen fliesst bereits seit letztem Oktober Strom. Noch ist erst rund die Hälfte der neuen Masten mit grüner Farbe gestrichen, die restlichen Masten erhalten voraussichtlich bis Sommer 2020 den Schutzanstrich. Swissgrid beginnt ab Frühling, die alte 220-kV-Leitung zu demontieren. Die 65-kV-Leitung des regionalen Stromnetzbetreibers Valgrid wird ab Herbst 2020 abgebrochen.Wie das Unternehmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie schreibt, hält es sich an die zurzeit geltenden Regeln des Bundes. Aktuell zählen beispielsweise Hygiene- und Schutzmassnahmen und eine Zutrittsregelung für externe Dienstleister zu Swissgrid Gebäuden, Anlagen und Baustellen in der ganzen Schweiz dazu.Die Massnahmen gelten demnach auch beim Bau der Höchstspannungsleitung Chamoson-Chippis. Seit Januar wird auf der gesamten Strecke gebaut. Nach Überprüfung der Bauarbeitenplanung hat Swissgrid die Inbetriebnahme der neuen Leitung auf Sommer 2022 verschoben. Dies deshalb, weil für den Zugang zu einzelnen Maststandorten noch eine Entscheidung der zuständigen Bundesbehörden aussteht./wh
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Wallis: Dramatische Situation für Selbstständige

RRO - 26. März 2020 - 7:01
Im Wallis ist die Situation bei den Selbständigerwerbenden aufgrund der Corona-Krise dramatisch: 42 Prozent sind gegenwärtig mit einem Totalausfall der Aufträge konfrontiert.

Das Forschungsinstitut Sotomo führte im Auftrag der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft ein Monitoring durch, dass einen zeitnahen Einblick in die Auswirkungen der Corona-Krise auf den wirtschaftlichen und politischen Alltag gibt. Wie haben den Politologen Michael Hermann gebeten, die Walliser Zahlen zu extrahieren. Sie zeigen unter anderem, dass die Situation bei den Selbständigerwerbenden im Wallis dramatisch ist: 42 Prozent sind gegenwärtig mit einem Totalausfall der Aufträge konfrontiert. Weitere 33 Prozent haben weniger Aufträge als vor der Krise. Allgemein gilt: Die Situation in der lateinischen Schweiz ist weit gravierender als im deutschsprachigen Landesteil. Weiter zeigt das Monitoring, dass Im Wallis gegenwärtig eine Mehrheit der Bevölkerung der Ansicht ist, der Bundesrat gehe zu wenig weit in Bezug auf Bewegungsbeschränkungen. Insbesondere die jüngeren Befragten wünschen weitergehende Massnahmen. Zudem zeigen sich die Walliser im Vergleich zur schweizerischen Gesamtbevölkerung skeptischer gegenüber der Arbeit der Regierung. Während im Wallis 50 Prozent dem Bundesrat vertrauen, sind es schweizweit 63 Prozent, in der Deutschschweiz gar 71 Prozent. Die Datenerhebung fand zwischen dem 21. und 23. März statt. Die Grundgesamtheit der Befragung bildet die sprachlich integrierte Wohnbevölkerung der Schweiz ab 15 Jahren. Die Befragung erfolgte online. 1540 Personen aus dem Kanton Wallis nahmen an der Umfrage teil./bra
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Dramatische Situation für Selbstständige im Wallis

http://www.1815.ch - 26. März 2020 - 7:00
Im Wallis ist die Situation bei den Selbständigerwerbenden aufgrund der Corona-Krise dramatisch: 42 Prozent sind gegenwärtig mit einem Totalausfall der Aufträge konfrontiert.
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Wallis: Reicht das finanzielle Massnahmenpaket des Bundes?

RRO - 25. März 2020 - 21:20
Die Massnahmen vom Bund zur Wahrung der Liquidität der Unternehmen sei im Ansatz eine gute Lösung. Dennoch blieben viele Forderungen unerfüllt.

Die Massnahmen zur Wahrung der Liquidität der Unternehmen sei im Ansatz eine gute Lösung. Forderungen, vor allem von den Walliser Restaurateuren und Hoteliers, blieben bisher unerfüllt.Martin Schnydrig führt mit seinen Geschwistern im Oberwallis sechs Modehäuser der Marke Mode Elegance, Tom Tailor und Cécil. Seit dem 17. März haben die Geschwister null Einkommen, aber weiterhin hohe Rechnungen. "Wir haben Abnahmeverträge mit unseren Lieferanten. Jeden Monat kommen neue Produkte. Die können wir nicht einfach so stornieren, denn der Zwischenhändler hat sie seinerseits bereits bezahlen müssen. Im Juni werden wir aber kaum mehr März- oder April-Mode verkaufen können. Wir geraten da eventuell in ein sehr gefährliches Fahrwasser", erklärt er.Nebst der später praktisch unverkäuflichen Ware sind zudem Mieten und Sozialleistungen für die Löhne der 25 Angestellten zu zahlen, die seit Wochen in Kurzarbeit geschickt worden sind. Da türmen sich Monat für Monat, solange die vom Bund beschlossenen Massnahmen gelten, gefährliche Summen auf. "Die Überbrückungskredite des Bundes sind nur ein Anfang. Ich befürchte, dass durch die Krise, jene Betriebe, die schon vorher nicht gut aufgestellt waren, kaum überleben. Ich denke, dass es eine Riesen-Marktbereinigung geben wird. Das kann für jene Firmen, die überleben, auch eine Chance sein."Der Bund hat rasch Hilfe versprochen. "Innert einer halben Stunde haben Sie ihr Geld", tönte Finanzminister Ueli Maurer. Wird es tatsächlich so einfach? "Ich denke nicht. Wir raten unseren Kunden, sich bei ihrem Berater zu melden, damit per Telefon gemeinsam das Antragsformular ausgefüllt werden kann. Dies deshalb, damit das Formular korrekt und möglichst vollständig ausgefüllt ist. Anschliessend werden wir die Gesuche prüfen und so rasch wie möglich entscheiden", teilt Karlheinz Fux, Präsident des Oberwalliser Raiffeisenverbandes mit. Selbstverständlich können die Betriebskunden aber auch persönlich vorbei kommen. Doch erst müsse das Formular sorgfältig ausgefüllt sein. Derzeit laufen die bankinternen Vorbereitungsarbeiten auf Hochtouren, damit man für die Anfragen der KMU-Kunden parat sei. "Wir wissen gar nicht, was genau auf uns zukommt. Wie viele unserer Betriebskunden einen solchen Kredit überhaupt möchten." Wobei nicht jeder Betrieb tatsächlich damit rechnen solle, tatsächlich auch einen Kredit zu erhalten. Firmen, die schon vor der Krise auf wackligen Füssen und eventuell mit zahlreichen Betreibungen da standen, sollten eher nicht damit rechnen. "Wer Konkurs zu gehen droht, der erhält von uns sicher keinen Kredit", betont Fux. Der Raiffeisen-Präsident hält das Massnahmenpaket für eine gute Lösung, um die Liquidität der Unternehmen sicher zu stellen. Das sei in der jetzigen Situation wichtig.Gleicher Meinung ist auch Patrick Bérod, Direktor des Walliser Hoteliervereins: "Es ist aber nur ein erster Schuss. Da muss eindeutig mehr kommen. Wir hatten viel höhere Erwartungen. Weder wurden unsere Forderung erfüllt, dass die Löhne zu 100 Prozent von der Kurzarbeit bezahlt werden sollen, noch dass der Staat auch die Zahlung der Sozialleistungen übernimmt. Bisher sind diese nur sistiert, nicht aber gestrichen worden. Gar keine Lösung gibt es auch bei der Bezahlung der Mieten. Das muss sich ändern." Im Wallis seien mehr als die Hälfte aller Restaurants und Hotels von Pächtern geführt, die immer noch die Pachten bezahlen müssen. "Wir warten immer noch eine Lösung in diese Richtung. Das Wichtigste aber: die Walliser Betriebe brauchen keine Kredite, sondern à fonds perdu-Beiträge, die nicht zurückbezahlt werden müssen. Überbrückungskredite helfen uns nämlich nicht. Da werden die von den Betriebsschliessungen verursachten Probleme einfach nach hinten verschoben. Um diese irgendwann zurückzuzahlen, dazu fehlen ganz einfach die Margen und die Reserven", hebt Patrick Bérod hervor.Der Direktor des Walliser Hoteliervereins hofft immer noch auf Signale aus Bundesbern, dass in dieser Thematik etwas geht. "Auch das Problem der selbstständigen Geschäftsführer ist nicht gelöst. Viele leben vom Betriebsgewinn und zahlen sich keinen Lohn aus. Wer aber nicht auf einer Lohnliste steht, erhält auch weiterhin nichts. Und wer sich einen Lohn bezahlte, der erhält von der Arbeitslosenversicherung nur 3320 Franken im Monat. Das ist weniger, als ein Casserolier verdient!", ereifert sich Bérod./wek
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Brig-Glis: Kreativität ist gefragt

RRO - 25. März 2020 - 21:02
Die Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus verunmöglichen auch Yogastunden in Gruppen. Yoga-Lehrerin Françoise Locher weicht auf Skype aus.

Yoga-Lehrerin Françoise Locher betreut rund 70 Yoga-Schüler. Fünf Mal die Woche bietet sie Yoga-Stunden in unterschiedlichen Lokalitäten und in zwei Betrieben in Brig-Glis an. Yoga ist eine aus Indien stammende philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen und Praktiken beinhaltet. Grundsätzlich hat Yoga nachweislich einige positiv bewertete Effekte sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit. "Yoga stärkt auch das Immunsystem. In Zeiten des Coronavirus ist es wichtig, gesund zu bleiben. Deshalb war es mir ein Anliegen, die Yogastunden weiterhin anzubieten".Nach der Medienkonferenz des Bundesrats vom Freitag, 13. März 2020, sei ihr der Ernst der Lage noch nicht sofort bewusst gewesen. "Nachdem ich die Verordnungen genauer gelesen habe, ist mir dann klar geworden, dass es nicht ausreichen wird, den nötigen Abstand und die Hygienemassnahmen zu garantieren. Es wurden ja alle Gruppenveranstaltungen jeder Art und Kategorie unabhängig von der Anzahl anwesender Personen verboten", sagt Françoise Locher.Sie erklärt, wie sie auf die Idee kam, ihre Yoga-Stunden über Skype anzubieten: "Mein Sohn studiert in Mailand und meine Tochter in Genf. Beide führen ihr Studium momentan über Online-Plattformen weiter. Da dachte ich mir, wenn Vorlesungen über das Internet möglich sind, müsste das doch auch für Yoga-Stunden funktionieren." Skype funktioniert wie eine Videokonferenz. Noch am Samstag habe sich ihr Sohn bemüht, alle technischen Geräte für die Umsetzung zu organisieren. Eine Kamera wurde gekauft und Kollegen hätten spezielle Lampen zur Verfügung gestellt, damit eine gute Bildqualität garantiert werden könne. Über eine Whats-App-Gruppe hat Françoise Locher bereits am Wochenende alle Schüler über das Angebot informiert. Knapp 50 Angesprochene sagten spontan zu. Am Montagabend fand dann die erste Yoga-Stunde über Skype statt. "Es gab noch ein paar Kinderkrankheiten technischer Art. Die konnten wir aber inzwischen alle beheben", sagt die innovative Yoga-Lehrerin. Die Rückmeldungen, die sie nach der ersten virtuellen Yoga-Stunde erhalten hätte, seien sehr positiv gewesen. Sie sagt: "Es gab Teilnehmerinnen, die sich bedankten, weil die Yoga-Stunde trotz Isolation ein Gefühl von Gemeinschaft vermitteln könne. Andere betonten wie gut ihnen das getan hätte. Einige schrieben mir, die Yoga-Stunden würden ihnen helfen, eine Struktur in ihren Tagesablauf zu bringen." Nur wenige hätten ihr mitgeteilt, sie kämen dann lieber wieder, wenn sich die Lage normalisiert hätte. "Das ist auch okay. Jede und jeder muss für sich entscheiden, ob man solche Angebote annehmen will oder nicht", betont Françoise Locher. Der Kreis der Yoga-Teilnehmenden hat sich mit der Skype-Übertragung sogar noch vergrössert. "Bei manchen meiner Schüler sitzt jetzt die ganze Familie vor dem Bildschirm und lässt sich zu den Yoga-Übungen anleiten. Das ist doch wunderbar so", freut sich Françoise Locher. In schwierigen Zeiten müsse man manchmal Neues versuchen. Auch für sie sei es nicht einfach gewesen, die einschneidenden Massnahmen des Kantons so zu akzeptieren. Da sie als selbstständige Yoga-Lehrerin arbeitet, stellte diese beunruhigende Situation für sie eine grosse Herausforderung dar. Deshalb suchte sie so schnell wie möglich nach einer Lösung für ihre Schüler. "Ich bin sehr froh, dass die Reaktionen dermassen positiv ausfielen." So wird Françoise Locher weiterhin bis zur Aufhebung des Verbots für Gruppenveranstaltungen drei bis vier Mal in der Woche live über Skype Anleitungen zum Yoga-Praktizieren an ihre Schüler geben./ben
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«Wir hatten viel höhere Erwartungen»

http://www.1815.ch - 25. März 2020 - 21:00
Wallis | Die Massnahmen zur Wahrung der Liquidität der Unternehmen sei im Ansatz eine gute Lösung. Dennoch blieben viele Forderungen unerfüllt. Vor allem von den Walliser Restaurateuren und Hoteliers.
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Oberwallis: Per Mausklick mit den Schülern verbunden

RRO - 25. März 2020 - 20:57
Andy Abgottspon hat momentan viel zu tun. Sein Unternehmen "Hazu" stellt unter anderem Lösungen für den digitalen Unterricht zur Verfügung.

Das Team der Ideen-, Content- und Interaktionsplattform "Hazu.swiss" hat derzeit arbeitsintensive Tage. "Vergangene Woche haben wir uns in einem Chalet in Gspon verschanzt. Wir haben fast rund um die Uhr gearbeitet, um die zahlreichen Anfragen zu bearbeiten", erklärt Gründer Andy Abgottspon.Die meisten Anfragen kamen aus dem Bildungswesen. Seit der Einstellung des Präsenzunterrichts steht das Schulsystem zweifelsohne vor einer grossen Herausforderung. "Hazu" hat kurzerhand Vorlagen entwickelt und den Schulen zur Verfügung gestellt. Diese können von den Benutzern beliebig erweitert werden. "Lerninhalte einfach erstellen, den Stundenplan übersichtlich organisieren, geräteunabhängig mit den Lernenden kommunizieren – und das alles an einem Ort. Was die Lehrpersonen und Bildungseinrichtungen jetzt brauchen, sind schnelle und einfache Lösungen", so Abgottspon. Die Plattform wird bereits seit zwei Jahren von privaten und öffentlichen Schulen eingesetzt – durch die "Coronakrise" hat das Unternehmen nun quasi neue Kunden gewonnen. "Wir bieten den Interessierten kostenlos eine Probelizenz an", ergänzt der Software-Engineer. Bisher seien die Rückmeldungen ihrer Neukunden sehr positiv. "Lehrer, die zuvor wenig mit digitalem Unterricht zu tun hatten, finden nun Zeit, etwas Neues zu entdecken oder bestehendes Wissen zu vertiefen", stellt Abgottspon fest. Auch KMU gehören zu den Kunden von "Hazu". Oberstes Ziel des jungen Unternehmens ist es, digitale Lösungen für jedermann anzubieten. "Unsere Plattform soll auch von Leuten genutzt werden können, die vielleicht weniger technikaffin sind", betont Abgottspon.Mit Homeoffice, Musikunterricht per Skype oder Video-Telefonkonferenzen betreten einige Neuland. Für Abgottspon ist das Arbeiten unterwegs, wo auch immer auf der Welt, seit Jahren Alltag und nichts Aussergewöhnliches. Auch sein Team ist in der Schweiz und in ganz Europa verteilt. Abgottspon sieht die momentane Situation aber auch als grosse Chance. "Die Menschen hetzen nicht mehr den ganzen Tag von A nach B und haben wieder etwas mehr Zeit für sich. Auch um neue Dinge zu lernen"./meb
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Kreativität ist gefragt

http://www.1815.ch - 25. März 2020 - 20:01
Die Massnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus verunmöglichen auch Yogastunden in Gruppen. Yoga-Lehrerin Françoise Locher weicht auf Skype aus.
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Per Mausklick mit den Schülern verbunden

http://www.1815.ch - 25. März 2020 - 19:01
Andy Abgottspon hat momentan viel zu tun. Sein Unternehmen «Hazu» stellt unter anderem Lösungen für den digitalen Unterricht zur Verfügung.
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Verband bauenwallis stellt sich hinter Bundesratsbeschluss

http://www.1815.ch - 25. März 2020 - 18:13
Der Bundesrat will die Baustellen nicht schliessen. Unter Vorbehalt der totalen Umsetzung der empfohlenen Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden hält sich der Verband bauenwallis an diese Entscheidung.
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Oberwallis: "Weil eine gute Flasche Wein Menschen verbindet"

RRO - 25. März 2020 - 18:01
Der Sherpa-Wein ist auch eine Hommage an die Sherpas und alle übrigen Bergvölker. Und nun bekommen die zwei ursprünglichen Sherpa-Weine Zuwachs.

Vor mehr als zehn Jahren legte Patrick Z’Brun den Grundstein zur Swiss Sherpa Stiftung. Das erste Projekt bestand darin, Sherpas die Möglichkeit zu geben, sich zum Bergführer auszubilden und damit unabhängiger und zum Botschafter ihrerfantastischen Bergwelt zu werden. Zahlreiche weitere Projekte folgten. Und seit Kurzem darf sich die Stiftung auch an einem Nachwuchsförderungsprojekt für jungeBergführer in der Schweiz engagieren. "Auch im Wallis gibt es zusehends einNachwuchsproblem von Bergführern. Ziel ist es, jungen Menschen die Freude anunseren Bergen und am Bergsteigen möglichst früh zu vermitteln und damit eine gute Voraussetzung zur Berufswahl dieses faszinierenden Berufs zu schaffen. Der Kreis scheint sich zu schliessen", erklärt Z’Brun im rro-Interview.Gut 80 Prozent dieser Projekte werden über den Verkauf des Sherpa-Weins finanziert. Und nun bekommen die zwei zwei ursprünglichen Sherpa-Weine Zuwachs. Die Gebetsfahnen symbolisieren mit ihren fünf Farben gelb, rot, grün, weiss und blau die fünf Elemente des Universums. Neu werden es folglich auch fünf Sherpa-Weine sein.Einer der drei neuen Weine ist der "Sherpa Everest". Eine Assemblage von Merlot,Syrah und Cabernet Sauvignon. "Auch önologisch eine Höchstleistung", freut sich Z'Brun. Ursprünglich war geplant, dass bei dessen Lancierung Dendi Sherpa, mit dem Z’Brun im Jahr 2008 den Everest besteigen durfte, auf dem Weingut in Salgesch persönlich anwesend ist. Ihm sollte die erste Flasche "Sherpa Everest" übergeben werden mit dem Everest-Gipfel als Ziel. "Alle Interessierten hätten online Dendi Sherpa und 'seine' Flasche auf der Reise zur Besteigung des Everest begleiten können. Die eigentliche Weintaufe war auf dem Everest-Gipfel vorgesehen. Corona wusste auch dies zu verhindern." Doch der Patron von Domaines Chevaliers versichert: "Never rest for Everest: somit wird diese Idee nächstes Jahr umgesetzt."Die grüne Etikette schmückt den Wein "Sherpani". Sherpani ist die weibliche Form für Sherpa. Nicht nur, dass es ohne die Sherpani den Sherpas nicht möglich wäre, monatelang von zu Hause weg in den Bergriesen unterwegs zu sein, um so ein Einkommen für ihre Familien zu haben. Immer mehr Frauen sind auch selber als Trekkingführerinnen unterwegs und stehen ihren männlichen Kollegen in nichts nach. Der "Sherpani" ist ein moderner, fruchtiger Pinot. Der fünfte Sherpa-Wein, der die Sherpa-Collection vervollständigt, ist der "Sherpa Rosé", passend zum Frühlingsbeginn.Und so betont Z'Brun abschliessend: "Sherpa ist ein Wein der Menschen verbindet. Gerade in diesen beonderen Zeiten - ein Zeichen der Verbundenheit, der Solidarität. Jetzt erst recht eine Flasche guten Weins."/ip
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Wallis: Verband bauenwallis stellt sich hinter Bundesratsbeschluss

RRO - 25. März 2020 - 17:54
Der Bundesrat will die Baustellen nicht schliessen. Unter Vorbehalt der totalen Umsetzung der empfohlenen Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden hält sich der Verband bauenwallis an diese Entscheidung.

Der Vorstand von bauenwallis hat den Beschluss des Bundesrats vom vergangenen Freitag, die Bauwirtschaft und das Handwerk unter Vorbehalt der vollständigen Umsetzung der empfohlenen Massnahmen zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeitenden, in Betrieb zu halten, in seiner ausserordentlichen Sitzung vom Dienstag zur Kenntnis genommen. Der Vorstand stellt sich hinter die Entscheidungen der Behörde.Wie der Verband in einer Mitteilung schreibt, sei klar, dass zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit aller Arbeitnehmenden sowie deren Familien alle von der Behörde erlassenen Massnahmen auf allen aktiven Baustellen eingehalten werden müssen. Der Vorstand von bauenwallis ermutigt daher die Unternehmen, die ausserordentlichen Massnahmen äusserst rigoros anzuwenden und zu überwachen. Jeder in der Unternehmensstruktur und in der Wertschöpfungskette der Branche muss sowohl für die Planung der Arbeiten als auch für die konkrete Umsetzung der Massnahmen im Einzelfall Verantwortung übernehmen.Ist dies nicht der Fall, weist der Vorstand darauf hin, dass Unternehmen, die den Massnahmenkatalog auf lokaler Ebene objektiv nicht einhalten können, die betreffende(n) Baustelle(n) schliessen müssen. bauenwallis hatte im Übrigen, zusammen mit den Sozialpartnern, den Staatsrat am Freitag aufgefordert, "Kontrollmittel durch staatliche Gewalt" einzurichten. In den Verordnungen des Bundesrats ist diesbezüglich festgelegt, dass die Baustellen nicht öffentlichzugänglich sind, mit Ausnahme der vom Bundesrat und vom Staatsrat festgelegten Agenten und des Personals.Wie es weiter heisst, ist sich der Vorstand der Schwierigkeiten bewusst, auf die viele Unternehmen stossen, die ihre Mitarbeitenden schützen und auf ihre berechtigten Ängste reagieren wollen. Er ist der Ansicht, dass es die Pflicht aller ist, die empfohlenen Massnahmen – die von der Behörde als ausreichend erachtet werden– anzuwenden. Andererseits fordert er eine Präzisierung der einschlägigen Suva-Regelungen, um den Interpretationsspielraum so weit wie möglich einzuschränken und sich möglichst genau an die gesundheitlichen Anforderungen zu halten.Der Verband hält aber auch fest, dass die Frage des Nachweises der Unmöglichkeit und damit der Haftung von Unternehmen gegenüber den Bauherren oder anderen Unternehmen im Falle einer einseitigen Schliessung offen bleibt. Ebenso wird das Recht auf Zugang zu den im Rahmen der Regelung "KAE - Kurzarbeitsentschädigung" vorgesehenen Zulagen in den Fällen, in denen das Unternehmen beschliesst, seine Tätigkeit einzustellen, ohne die Unmöglichkeit der Umsetzung der oben genannten Massnahmen nachzuweisen, mehr als infrage gestellt. Um Zugang zu KAE zu erhalten, muss das Unternehmen unbedingt objektiv nachweisen können, dass die empfohlenen Massnahmen in einem bestimmten Kontext und an einer gewissen Baustelle nicht umgesetzt werden konnten.In ihrer jetzigen Form und aus all diesen Gründen kann bauenwallis die Position der nationalen Gewerkschaft Unia, welche die völlige Schliessung der Industrie und des Baugewerbs fordert, nicht teilen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die vom Bund vorgesehenen Massnahmen in vielen Situationen und an vielen Arbeitsplätzen mit Strenge, gesundem Menschenverstand und Verantwortung angewandt werden können. Andererseits ist es ebenso wichtig, dass ernsthafte Kontrollen stattfinden und im Interesse aller von staatlicher Gewalt gewissenhaft durchgeführt werden.Der Vorstand von bauenwallis verfolgt die Entwicklung der Situation genau, aktualisiert offizielle Entscheidungen und wird seine Mitglieder darüber informieren./wh
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Oberwallis: "Bei einem allergischen Schock muss ich dringend ins Spital"

RRO - 25. März 2020 - 17:18
Chantale Williner ist Allergikerin. Sie gehört in Zeiten des Coronavirus zwar nicht zu den Risikogruppen. Dennoch ist sie auf eine funktionierende Notfallversorgung angewiesen. Deshalb ruft sie zur Solidarität auf.

Chantale Williner (40) aus Visp ist Allergikerin, welche seit letztem Sommer innert Kürze zweimal einen allergischen Schock durchmachte. Seither sitzen sie und ihre Familie auf Nadeln, sobald sich erste Symptome eines erneuten Schocks bemerkbar machen. In Zeiten des Coronavirus richtet sie nun einen Appell an die Bevölkerung."Liebe alle. Bitte haltet euch an die Regeln. Ich bin darauf angewiesen, dass ich jederzeit in eine Notfallstation gehen kann und mir innert wenigen Minuten ein Zugang gelegt wird. Fehlt es an Platz, Personal, Material, ersticke ich", so der Appell von Chantale Williner in den sozialen Medien. Was ist der Auslöser hinter dieser Nachricht? Panikmache? Egoismus? "Weder noch. Ich stelle in meinem engsten Umfeld immer wieder fest, dass sich viele, welche sich gesund fühlen, weiterhin unbekümmert verhalten und die einfachsten Regeln, wie das Vermeiden von sozialen Kontakten ausserhalb der eigenen vier Wände, nicht einhalten", sagt die Hobby-Fotografin, Hausfrau und Mutter einer achtjährigen Tochter. Mit dem Post wolle sie dazu beitragen, dass sich auch Gesunde an die Vorgaben der Behörden halten und nicht leichtsinnig mit der eigenen Gesundheit und der der anderen umgehen sollen. "Als Mutter ist es auch für mich derzeit nicht einfach, meinem Kind zu erklären, dass es nicht in Gruppen auf dem Spielplatz herumtollen oder mit Freundinnen in der Stadt ein Eis essen gehen kann", erklärt Williner ihr Dilemma, in welchem viele Eltern während der Corona-Krise stecken.Die Corona-Krise trifft alle. Wer sich gesund fühlt, wird durch strikte Massnahmen in seiner Arbeit und der Freizeit eingeschränkt. Kranke, seien es Corona-Infizierte oder andere Patienten, kämpfen um die notwendige Versorgung. "Die Ärzte und das Pflegepersonal leisten hier Enormes", so Williner. Ein Blick in die benachbarten Länder zeigt, dass bei weiterhin zunehmenden Corona-Fällen die Spitäler an ihren Anschlag kommen werden. "Daher finde ich, dass es an der Zeit ist, dass sich alle – auch die, welche sich gesund fühlen – an die Regeln halten. Schliesslich geht es nebst dem Schutz der Risikopatienten auch um die Sicherstellung der Notfallversorgung von anderen lebensbedrohlichen Krankheiten", betont Williner nochmals die Wichtigkeit, dass alle Generationen gefordert sind, sich und andere nicht unnötigen Risiken auszusetzen.Für die Familie von Chantale Williner ist das Thema Allergie seit letztem Sommer allgegenwärtig. "Damals hatte ich beim Abendessen mit meinem Mann und meiner Tochter eine derart heftige Reaktion, bei der ich nicht wusste, wie oder was mit mir geschieht", blickt die 40-jährige Visperin auf den ersten allergischen Schock ihres Lebens zurück. Was ist geschehen? "Kaum hatten wir angefangen zu essen, bekam ich einen Hustenanfall und es fing an, mich überall zu jucken", so Williner. Innerhalb weniger Minuten war sie am ganzen Körper übersät mit Pusteln und ihre Haut sowie die weisse Lederhaut der Augen waren komplett gerötet. "Ich sah aus, als hätten mich 200 Bienen gestochen", erinnert sie sich an ihre erste Anaphylaxie. In der Nähe der Notfallstation Visp wohnend, konnte ihr damals rasch geholfen werden. Die Diagnose, einen allergischen Schock erlitten zu haben, sitzt der Familie noch heute tief in den Knochen. "In der Zwischenzeit hatte ich einige Monate später erneut eine derart heftige allergische Reaktion", sagt die gebürtige Schaffhauserin. Obwohl umfangreiche Abklärungen gemacht wurden, so ist nicht restlos klar, auf welche Substanz ihr Körper so stark reagiert. Fest steht, dass es eine Nahrungsmittelallergie ist und dass sie dies wie so viele andere Allergiker aus dem Nichts treffen kann. "Zu diesem Zweck habe ich immer ein Notfallset mit Cortisontabletten sowie einer Adrenalinspritze dabei, um an mir selbst Erste Hilfe zu leisten", sagt Williner. Dennoch genügt dies in ihrem Fall nicht. "Mein nächstes Umfeld weiss, dass ich umgehend in die nächste Notfallstation muss, damit ich nicht ersticke."Wie die Allergikerin Chantale Williner sind auch viele andere unter uns von einer Krankheit betroffen, die im Notfall lebensbedrohlich sein kann. "Auch unter denen, die gesund zu sein scheinen und nicht zu den Risikogruppen in Sachen Coronavirus gehören, gibt es Menschen, die bei einem akuten Ausbruch ihrer Krankheit auf eine funktionierende Notfallversorgung angewiesen sind und deren Leben sonst auch bedroht ist", sagt die besorgte Mutter und betont, dass es umso wichtiger sei, durch Einhalten der behördlichen Anweisungen die Spitäler nicht noch weiter mit Corona-Patienten zu belasten. Ein Anstieg wird in den kommenden Wochen und Monaten kaum zu verhindern sein. Dennoch glaubt sie an die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen. "Wichtig ist, dass sich jeder daran hält, ansonsten wird es zu noch drastischeren Massnahmen wie beispielsweise einem Ausgehverbot oder einer totalen Isolation kommen", setzt sie auf die Vernunft aller im Land. Sie und ihre Familie werden sich auf jeden Fall die Weisungen des BAG weiterhin zu Herzen nehmen. "Auch wenn es einschränkend und mühsam ist, so wollen wir für die Risikogruppen wie auch für alle anderen einen wirksamen Beitrag leisten", gibt Chantale Williner ihre Hoffnung nicht auf, dass auch die anderen sich dem Kampf gegen das Coronavirus stellen, um einerseits die Notfallstationen für alle anderen lebensbedrohlichen Krankheiten frei zu halten und andererseits nicht noch weitere Krankheitstherapien ausfallen zu lassen./at
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«Bei einem allergischen Schock muss ich dringend ins Spital»

http://www.1815.ch - 25. März 2020 - 17:01
Visp | Chantale Williner (40) aus Visp ist Allergikerin, welche seit letztem Sommer innert Kürze zweimal einen allergischen Schock durchmachte. Seither sitzen sie und ihre Familie auf Nadeln, sobald sich erste Symptome eines erneuten Schocks bemerkbar machen. In Zeiten des Coronavirus richtet sie nun einen Appell an die Bevölkerung.
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Schweiz: Bundesrat verstärkt Unterstützung weiter

RRO - 25. März 2020 - 15:35
Der Bundesrat hat am Mittwoch weitere Massnahmen beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zu lindern.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zu lindern, hat der Bundesrat am Mittwoch weitere Massnahmen beschlossen. Alle anspruchsberechtigten Arbeitslosen erhalten zusätzlich 120 Taggelder. Heute werden zwischen 90 und 520 Taggelder ausgerichtet, je nach Alter, Beitragsdauer und Unterhaltspflichten. Mit der Ausweitung will der Bundesrat Aussteuerungen vermeiden. Die Rahmenfrist für den Bezug von Arbeitslosengeld wird um 2 Jahre verlängert, sofern der vollständige Bezug in der laufenden Rahmenfrist nicht möglich ist.Weiter hat der Bundesrat die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von 3 auf 6 Monate verlängert. Damit könne die Anzahl Gesuche minimiert und somit das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden. Die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit wird aufgehoben.Um die kantonalen Behörden zu entlasten, müssen Stellensuchende vorläufig keine Nachweise mehr einreichen, dass sie sich um eine Stelle bemüht haben. Diese müssen aber später nachgereicht werden. Beratungs- und Kontrollgespräche werden telefonisch geführt.Die Stellenmeldepflicht wird vorläufig aufgehoben. Damit soll die Rekrutierung für medizinisches Personal, in der Pharmabranche, der Landwirtschaft oder der Logistik erleichtert werden./sda/wh
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Schweiz: Betriebe können Kredite in 5 bis 7 Jahren zurückzahlen

RRO - 25. März 2020 - 15:29
Betriebe können vom Bund verbürgte und der Nationalbank abgesicherten Kredite in 5 bis 7 Jahren zurückzahlen. Banken haben einen Ermessensspielraum bei der Vergabe.

Auch wenn das Ende der Corona-Krise noch nicht absehbar sei, werde der Bund die Wirtschaft bis auf Weiteres in Schwung halten, versicherte Finanzminister Ueli Maurer am Mittwoch vor den Medien in Bern. So greift der Bund Unternehmen mit Liquiditätsproblemen mit 20 Milliarden Franken unter die Arme. Kredite sind ab morgen Donnerstag verfügbar.Betroffene Unternehmen können diese Überbrückungskredite im Umfang von höchstens 10 Prozent des Jahresumsatzes und maximal 20 Millionen Franken von ihrer Hausbank beantragen. Gewisse Minimalkriterien sind zu erfüllen. Insbesondere müssen die Unternehmen erklären, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie wesentliche Umsatzeinbussen erleiden.Bis zu 500'000 Franken werden Kredite unbürokratisch innert kurzer Frist ausbezahlt und zu 100 Prozent vom Bund abgesichert. Darauf wird kein Zins erhoben. Höhere Überbrückungskredite werden zu 85 Prozent vom Bund abgesichert, die Bank beteiligt sich mit 15 Prozent. Bei diesen Krediten beträgt der Zinssatz aktuell 0,5 Prozent. Nicht von Überbrückungshilfen profitieren Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 500 Millionen Franken.Für KMU, die nur über eine Kontoverbindung bei PostFinance verfügen, hat der Bundesrat eine spezielle Regelung getroffen: Er ermöglicht der PostFinance, ihren bestehenden Firmenkunden unbürokratischen Zugang zu Krediten bis 500'000 Franken zur Verfügung zu stellen. Dies stelle keine Entbindung der PostFinance vom Kreditvergabeverbot dar, sondern eine zeitlich begrenzte Massnahme im Rahmen dieses Programms, sagt der Bundesrat.Betriebe mit einem Jahresumsatz von unter 5 Millionen Franken müssen bei ihrer Hausbank keine weiteren Sicherheiten hinterlegen, erklärten Experten von Banken und Bund am Mittwoch. Für die "Kleinen" genügen die Bürgschaft des Bundes respektive die an die Schweizerische Nationalbank SNB übertragene Sicherheit.Für grössere Betriebe können die Banken zusätzliche Sicherheiten verlangen, müssen aber nicht. Die Rückzahlungsfrist beträgt 5 bis 7 Jahre, wobei die Betriebe das Geld auch früher zurückzahlen können und so finanziell profitieren.Finanzminister Ueli Maurer schloss nicht aus, dass der Bund am Schluss den einen oder anderen Kredit abschreiben müsse. Das werde jedoch erst die Zukunft zeigen.Die Geldinstitute sind nach eigenen Angaben gerüstet, die zahlreichen Kredite ab Donnerstag auszuzahlen. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass einige Banken bei der Auszahlung mit Startschwierigkeiten kämpfen werden. Das Ganze werde sich aber in einigen Tagen eingespielt haben./sda/wh
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EHC Visp tauscht Schlittschuhe gegen Einkaufskörbe

http://www.1815.ch - 25. März 2020 - 15:19
Die EHC-Visp-Spieler möchten die Bevölkerung in der Corona-Krise unterstützen. So übernehmen die Löwen vorwiegend in der Region Visp, Brig und Naters den Einkauf für Personen aus den Risikogruppen.
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Papiersammlung vom Samstag in Visp und Eyholz abgesagt

http://www.1815.ch - 25. März 2020 - 15:12
Die Papiersammlung vom Samstag in Visp und Eyholz ist aufgrund der Corona-Krise abgesagt.
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Visp/Eyholz: Papiersammlung vom Samstag abgesagt

RRO - 25. März 2020 - 14:51
Die Papiersammlung vom Samstag in Visp und Eyholz ist aufgrund der Corona-Krise abgesagt.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Situation wird die Papiersammlung vom Samstag in Visp und Eyholz abgesagt. Wie es in der Mitteilung der Gemeinde Visp weiter heisst, wird über die Durchführung der weiteren Altpapiersammlungen je nach Situation und Entwicklung neu informiert./wh
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