Lokale News

Freundschaftstreffen zwischen Naters und Ornavasso verschoben

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 14:22
Am 31. Mai hätte in Ornavasso das Freundschaftstreffen der Gemeinden Ornavasso und Naters stattfinden sollen. Aufgrund der aktuellen Situation wird das Treffen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
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Verbier unter Quarantäne?

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 14:17
Ärzte in Verbier wollen den Ort und das ganze Val de Bagnes wegen dem Coronavirus unter Quarantäne stellen. Sie halten die Region für einen der grösseren Infektionsherde in der Schweiz. Der Kanton Wallis hat das BAG um eine Beurteilung der Situation ersucht.
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Wegen Benzidin muss Wasser vor Einleitung in den Rotten gefiltert werden

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 13:57
Das im Rahmen der 3. Rottenkorrektion zwischen Brigerbad und Lalden gepumpte Grundwasser zur Stabilisierung des Grundwasserspiegels muss vor der Einleitung in den Rotten behandelt werden. Diese Massnahme ist eine Folge der Entdeckung des Schadstoffes Benzidin, wie der Kanton Wallis am Montag mitteilte.
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«Jetzt rollt die Lawine immer weiter»

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 12:35
Fredy Bayard hat das Modehaus Bayard gemeinsam mit seiner Frau Silvia aufgebaut. Seit 2018 ist er Verleger von Mengis Druck und Verlag. Unter seiner Führung wurden die Druckereien Valmedia und Mengis fusioniert. Im Interview erklärt er, wie die Corona-Krise auch kerngesunde Unternehmen gefährdet.
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Unia fordert umgehende Schliessung der Baustellen

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 12:06
Zum Schutz der Bauarbeiter fordert die Gewerkschaft Unia, Region Wallis, den Staatsrat auf, umgehend die Baustellen zu schliessen.
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Verbier: Ärzte wollen Destination unter Quarantäne stellen

RRO - 23. März 2020 - 11:46
Die Ärzte von Verbier wollen den Ort und das ganze Val de Bagnes wegen des Coronavirus unter Quarantäne stellen. Sie halten die Region für einen der grösseren Infektionsherde in der Schweiz.

Die Ärztin Sabine Popescu zieht wie bereits andere Kollegen aus Verbier und Umgebung die Alarmglocke, wie der Nouvelliste am Montag berichtete. "Wir müssen die Region um jeden Preis von der Umwelt abkapseln, um das Wallis und die Schweiz zu schützen", sagte die Ärztin der Zeitung.Laut Popescu hat es in Verbier und dem Tal zu viel "Kommen und Gehen", vor allem von Arbeitern. So könne die gesundheitliche Situation nicht stabilisiert werden.Sie rechne damit, dass die Schwelle von 60 positiven Infektionsfällen bald überschritten werde. Dies sei aber nur die Spitze des Eisbergs, so die Ärztin. Um eine grössere gesundheitliche Krise zu vermeiden, möchten die ansässigen Ärzte und das Pflegepersonal das Dorf und das ganze Val de Bagnes unter Quarantäne stellen. Die Behörden der Gemeinde Bagnes wollen abwarten, was der Kanton entscheidet. In der Zwischenzeit seien drastische Massnahmen ergriffen worden, um der Sorge der Ärzte Rechnung zu tragen, wie Eloi Rossier, Gemeindepräsident von Bagnes, sagte. Seit Samstagmorgen würden keine örtlichen Busse mehr fahren. Ausserdem seien die Besitzer von Zweitwohnsitzen gebeten worden, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu vermieten.Die für die Gesundheit zuständige Staatsrätin Esther Waeber-Kalbermatten liess die Ärzteschaft am Sonntag wissen, dass der Kanton keine Quarantäne über einen Ort oder eine Region verhängen könne. Diese Kompetenz habe nur der Bund.Waeber-Kalbermatten hat das Dossier deshalb ans Bundesamt für Gesundheit BAG weiter geleitet. Dieses hat die Anfrage aus dem Wallis erhalten, wie das BAG der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag bestätigte. Ein Entscheid stand noch aus./sda/wh
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Naters/Ornavasso: Freundschaftstreffen von Ende Mai verschoben

RRO - 23. März 2020 - 11:44
Am 31. Mai hätte in Ornavasso das Freundschaftstreffen der Gemeinden Ornavasso und Naters stattfinden sollen. Aufgrund der aktuellen Situation wird das Treffen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Am 31. Mai wäre das alle fünf Jahre stattfindende Freundschaftstreffen zwischen den beiden Schwestergemeinden Ornavasso und Naters in Ornavasso angesetzt gewesen. Gemäss Mitteilung der Gemeinde Naters haben die Verantwortlichen aufgrund der aktuellen Corona-Krise beschlossen, das Freundschaftstreffen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Der neue Termin wird rechtzeitig kommuniziert./wh
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Brig: FFHS weitet Online-Angebot in Krise aus

RRO - 23. März 2020 - 11:41
Alle sind von der Corona-Krise betroffen. So auch die Hochschulen. Die Fernfachhochschule FFHS in Brig setzt auf Online-Unterricht.

Die Fernfachhochschule FFHS Brig setzt in Zeiten des Coronavirus auf ein Learning-Management-System. Dieses Vorgehen ist jedoch nichts Neues für die FFHS. Bereits seit Längerem ermöglicht dieses System den engen Austausch zwischen Dozierenden und Studierenden, erklärt Markus Dorman, Departementsleiter E-Dedaktik an der FFHS. "Den Online-Dienst nutzen wir jetzt gezielt weiter und haben den Online-Unterrichtsraum weiter ausgebaut."Nichtsdestotrotz kommt der FFHS wie allen anderen Hochschulen die Krise ungelegen. "Auch für uns ist die Coronavirus eine Krise." Die Schule verfolgt eigentlich einen "Blended-Learning-Ansatz". 80 Prozent des Unterrichts findet zu Hause und 20 Prozent vor Ort in der Schule statt. Auch Letzteres wird nun online angeboten, erklärt Dorman. "Bei uns bewährt sich die Flexibilität unseres Studienangebots. Wir hatten die Möglichkeit, schnell umzustellen und das haben wir auch gemacht. Man kann sich das wie einen Klassenraum vorstellen. Dort setzen wir Webcams ein, mithilfe dieser die Dozierenden und die Studierenden zusammen arbeiten können", so Dormann./sr 
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Wallis: Unia fordert umgehende Schliessung der Baustellen

RRO - 23. März 2020 - 11:26
Zum Schutz der Bauarbeiter fordert die Gewerkschaft Unia, Region Wallis, den Staatsrat auf, umgehend die Baustellen zu schliessen.

Die Gewerkschaft Unia, Region Wallis, fordert den Staatsrat auf, umgehend die Baustellen zu schliessen. Denn: Die Massnahmen des Bundesamts für Gesundheit BAG zum Schutz der Arbeiter auf den Baustellen seien unmöglich einzuhalten. Deshalb hätten verschiedene Kantone beschlossen, die Baustellen zu schliessen. Im Kanton Genf blieben die Baustellen bis auf Weiteres geschlossen. Die Waadtländer Kantonsregierung hätten alle Baufirmen und Industriebetriebe verpflichtet, die Arbeit einzustellen, sofern die Massnahmen vom BAG nicht eingehalten würden. Der Kanton Tessin schliesse praktisch alle Baustellen und Industriebetriebe, die nicht lebensnotwendige Güter produzieren würden. Zum Schutz der Bauarbeiter ruft die Gewerkschaft Unia den Staatsrat auf, umgehend alle Baustellen im Kanton zu schliessen.Die Gewerkschaft schreibt weiter in ihrer Mitteilung, dass schon seit Beginn der letzten Woche immer deutlicher geworden sei, dass die Massnahmen und Empfehlungen von Bund und Kanton zum Schutz gegen die Corona-Pandemie auf den Baustellen nicht eingehalten würden. "Weil die verordneten Massnahmen schlicht und einfach nicht umsetzbar sind", ist Unia überzeugt. Hinzu käme, dass es auf den Baustellen faktisch keine Kontrollen gebe. Nachdem die Suva angekündigt habe, die Kontrolle auf den Baustellen durchzuführen, stünden dem Kanton Wallis für die Kontrolle sämtlicher Baustellen gerade einmal eine Person zur Verfügung. Das sei "eine völlig absurde Situation", so die Gewerkschaft. Mit dieser Praxis würden die Bauarbeiter einem grossen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Und wegen der extrem hohen Ansteckungsgefahr des Coronavirus gerieten auch die Angehörigen der Bauarbeiter in Gefahr.Zum Schutz der Bauarbeiter und ihren Angehörigen verlangt die Gewerkschaft Unia von der Walliser Regierung dem Beispiel der Kantone Waadt, Genf und Tessin zu folgen und die Baustellen im Kanton umgehend zu schliessen./wh
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Brigerbad/Lalden: Mit Filtern Benzidineinleitung in Rotten begrenzen

RRO - 23. März 2020 - 10:59
Das abgepumpte Grundwasser der 3. Rottenkorrektion zwischen Brigerbad und Lalden muss aufgrund des Benzidinvorkommens vor der Einleitung in den Rotten behandelt werden. Es kommen Filter zum Einsatz.

Im Rahmen der 3. Rottenkorrektion R3 muss das zwischen Brigerbad und Lalden zur Stabilierung des Grundwasserspiegels abgepumpte Grundwasser vor der Einleitung in den Rotten behandelt werden. Hierfür braucht es einer Bewilligung durch die Dienststelle für Umwelt, wie der Kanton in einer Mitteilung schreibt. Denn Ende 2018 wurde im Grundwasser der Deponie Gamsenried und in ihrem Abstrom der krebserregende Schadstoff Benzidin nachgewiesen. Daraufhin hat die Dienststelle für Umwelt dem Kantonalen Amt Rhonewasserbau unter Auflagen eine befristete Einleitbewilligung für das Jahr 2019 erteilt. Zudem wurden weitere Analysen eingeleitet und ausgewertet. In Abstimmung mit dem Bundesamt für Umwelt wird das gepumpte Grundwasser in der Einleitbewilligung 2020 als verschmutztes Abwasser eingestuft und muss behandelt werden, bevor es in den Rotten eingeleitet wird. Durch die Behandlung soll die eingeleitete Menge Benzidin minimiert werden. Dabei werden die technische Machbarkeit und die Verhältnismässigkeit berücksichtigt. Nach Behandlung, darf in keinem Fall, die Fracht von Benzidin für den gesamten Pumpbetrieb den Maximalwert von 960 Milligramm Benzidin pro Tag überschreiten.Das Kantonale Amt Rhonewasserbau seinerseits sieht vor, seine Pumpbrunnen mitFiltern auszurüsten. Der Benzidinaustritt soll dadurch so weit wie möglich begrenztwerden. Tests werden an mehreren Pumpbrunnen durchgeführt. Bewährt sich dasVerfahren, entscheidet der Kanton im Einvernehmen mit dem Bund darüber, wieviele Brunnen mit Filtern ausgerüstet werden sollen. Es gilt hierbei dieVerhältnismässigkeit von Kosten und Nutzen der vom Bundesamt für Umwelt Bafu verlangten Massnahmen zu wahren. Für alle Anlagen wurde bereits eine Offert-Ausschreibung gestartet.Der Kanton hält fest, dass neben den eingeleiteten Massnahmen zur Behandlung des verschmutzten Abwassers die Ausbreitungsmechanismen von Benzidin im Abstrombereich der Deponie Gamsenried genauer untersucht werden./wh
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60 Prozent der Böden sind saniert

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 10:30
Oberwallis | Die nächste Etappe der Quecksilbersanierungen startet Ende März im Quartier Visp West. Die Sanierung der mit Quecksilber belasteten Böden in den Siedlungsgebieten ist seit 2017 in vollem Gange: mehr als 60% der sanierungsbedürftigen Parzellen sind bisher saniert worden.
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Das Wallis ist ein sicherer Ort

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 10:25
Wallis | Die vom Bundesamt für Statistik veröffentlichte Kriminalitätsstatistik 2019 zeigt, dass das Sicherheitsniveau im Wallis weiterhin hoch ist.
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Brig-Glis: Ein kleiner Lichtblick im Corona-Stress

RRO - 23. März 2020 - 10:22
Das SMZO und seine Mitarbeitenden sind in der derzeitigen Corona-Krise stark gefordert. Eine kleine Abwechslung brachten da die rro-Montagsberliner von der Shell Tankstelle in Glis.

Die rro-Montagsberliner gingen diese Woche ins Sozialmedizinische Zentrum Oberwallis SMZO in Brig. Die Mitarbeitenden sind in der jetzigen Corona-Krise sehr stark gefordert. Umso wichtiger, den Mitarbeitenden in dieser stressigen Zeit eine Freude zu machen. Das geschah am Montag mit den rro-Montagsberlinern von der Shell Tankstelle in Glis.Die Überraschung ist gelungen, wie Christine Rovina von der Abteilung Spitex Hauswirtschaft und Betreuung bestätigte. So eine Unterstützung in schweren Zeiten täten ihr und dem Team sehr gut.Wer ebenfalls mit rro-Montagsberlinern in die Woche starten möchte, kann sich anmelden. Und vielleicht bringt rro das süsse Z'nini mit Konfitüre schon bald zu euch./wl
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Visp: Nächste Etappe von Quecksilbersanierung gestartet

RRO - 23. März 2020 - 10:09
Im Quartier Visp West ist die nächste Etappe der Quecksilbersanierung gestartet. Von den Massnahmen sind elf Parzellen betroffen. Die Sanierung sollte Ende Mai abgeschlossen sein.

Lonza setzt die Quecksilbersanierung von Siedlungsgebieten seit 2017 um. Gemäss einem definierten Plan werden die Arbeiten jeweils alternierend in Quartieren von Visp und Raron ausgeführt. Nach Angaben des Unternehmens sind bislang mehr als 60 Prozent der sanierungsbedürftigen Parzellen saniert worden.Entsprechend der Gesamtplanung werden die Sanierungsarbeiten nun in einer nächsten Etappe in der Gemeinde Visp fortgesetzt, wie Lonza mitteilt. Nachdem 2019 die betroffenen Flächen in Visp Süd behandelt worden waren, wird der Fokus jetzt auf das Gebiet Visp West gerichtet. Die Arbeiten haben heute Montag begonnen. Betroffen sind in diesem Gebiet insgesamt elf Parzellen; die maximale Belastung beträgt im Durchschnitt rund 10 Milligramm Quecksilber pro Kilogramm Boden. Die Sanierung sollte bis Ende Mai abgeschlossen sein. Anschliessend folgt auch hier die Instandstellung grösstenteils bis im Sommer. Wie es weiter heisst, werden im Zusammenhang mit den Quecksilberbelastungen zudem, gemäss dem von der Dienststelle für Umwelt bewilligten Pflichtenheft, ergänzende Bodenuntersuchungen in den landwirtschaftlichen Zonen zwischen Visp und Raron durchgeführt. Konkret sollen die Flächen eingehender auf Quecksilber beprobt werden, die aufgrund der Resultate der bisher durchgeführten Untersuchungen eine erhöhte Belastungswahrscheinlichkeit aufweisen. Diese Quecksilberuntersuchungen werden etappenweise durchgeführt. Eine erste Etappe findet von heute Montag bis Freitag statt. Danach folgen in den kommenden Monaten weitere Untersuchungsetappen, um die Quecksilberbelastungen weiter eingrenzen zu können.Das Unternehmen hält fest, dass Verzögerungen infolge von allfälligen Massnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 vorbehalten seien./wh
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Die Gemeinde bietet bei Bedarf Versorgungsdienste

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 10:08
Am Beispiel des «grössten Walliser Dorfes» wird aufgereiht, in welchen Bereichen die Gemeinden durch das Coronavirus überall gefordert sind.
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Sitten: Das Wallis ist ein sicherer Kanton

RRO - 23. März 2020 - 8:54
Das Sicherheitsniveau im Wallis ist weiterhin hoch. Das zeigt die Kriminalitätsstatistik 2019. Die Zahl von Raubüberfällen und Einbrüchen fällt im nationalen Vergleich tief aus.

Die Kantonspolizei Wallis zieht zum vergangenen Jahr punkto Sicherheit eine erfreuliche Bilanz und stützt sich dabei auf die vom Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten.Im Jahr 2019 wurden im Wallis 16'838 Straftaten registriert, wie es in einer Mitteilung heisst. Davon beziehen sich die Straftaten nach dem Strafgesetzbuch auf 11'771. 2012 bezifferten sich diese Widerhandlungen auf 18'368. So wurde beispielsweise von 100 Raubüberfällen, welche im vergangenen Jahr in der Schweiz begangen wurden, einer im Wallis verzeichnet. Von 100 Einbrüchen, die 2019 in der Schweiz begangen wurden, fielen drei auf unseren Kanton.Im Jahr 2019 fiel die Aufklärungsrate bei schweren Straftaten - mit 95,3 Prozent für Leib und Leben und 93,8 Prozent für Widerhandlungen gegen die sexuelle Integrität - besonders hoch aus. Die Zahl der Einbrüche ist mit 829 Fällen im Jahr 2019 nach wie vor gering, was seit dem Jahr 2012 eine Abnahme von 63 Prozent bedeutet.Im Betäubungsmittelbereich hat das Wallis keine offene Drogenszene. Im Jahr 2019 wurde ein Rückgang des Strassenhandels verzeichnet. Die Kantonspolizei hat jedoch erstmals das Auftauchen der Droge "Crack" im Wallis festgestellt, welche bei Konsumenten eine rasche und starke Abhängigkeit hervorruft. Um den Kampf gegen die Drogen zu verstärken, schenkten die Strafverfolgungsbehörden auch im Jahr 2019 Veranstaltungen und Festivals aller Art eine besondere Aufmerksamkeit, wobei zahlreiche Personen wegen Widerhandlungen verzeigt wurden.Obschon die Kriminalitätsrate im Wallis nach wie vor niedrig ist, stellte die Kantonspolizei eine Zunahme im Bereich der Internet-Kriminalität fest. Um diese Phänomene zu bekämpfen, hat die Polizei ein IT-Konzept entwickelt, welches es ermöglicht, effizienter mit Anzeigen umzugehen. Die Geschädigten werden dahingehend sensibilisiert, sich systematisch an die Kantonspolizei zu wenden, damit neue Phänomene so wirksam wie möglich bekämpft werden können.Im Strassenverkehr hat die Zahl der Todesopfer im Jahr 2019 zugenommen: 18 Menschen verloren ihr Leben auf den Walliser Strassen. Mehrere dieser tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Bergstrassen, nachdem die Insassen aus dem Fahrzeug herausgeschleudert worden waren. Wie sich zeigte, hatten diese die Sicherheitsgurte nicht getragen. In diesem Zusammenhang werden im Jahr 2020 präventive und repressive Massnahmen durchgeführt. Die Zahl der Unfälle mit Personen- oder Sachschäden blieb trotz der deutlichen Zunahme des Verkehrs auf dem Walliser Strassennetz stabil. Die Ursachen dieser Unfälle sind nach wie vor auf die Nichteinhaltung des Vortritts (10,5 Prozent), Fahren unter Alkoholeinfluss (29,9 Prozent) sowie auf die Geschwindigkeit (11,4 Prozent) zurückzuführen.Das Ziel der Kantonspolizei im Jahr 2020 besteht darin, dieses gute Sicherheitsniveau weiterhin zu verstärken, damit das Wallis auch künftig ein sicherer Kanton bleibt./wh
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Oberwallis: Viel Aufmerksamkeit für unsere Hände

RRO - 23. März 2020 - 8:02
In Zeiten des Coronavirus stehen unsere Hände im Fokus. Waschen. Desinfizieren. Waschen. Desinfizieren. Darum ist eine richtige Handpflege jetzt wichtig.

So viel Aufmerksamkeit wie in diesen Zeiten haben wir unseren Händen wahrscheinlich noch nie geschenkt. Aufpassen, was wir anfassen, ist die Devise. Hände waschen. Desinfizieren. Nochmals Hände waschen. Bei manchen hat diese wichtige Hygiene in Zeiten von Corona schon erste Spuren hinterlassen. Die Haut wird trocken, spröde."Der Schutzmantel der Haut wird bei häufigem Händewaschen sehr beansprucht", erklärt Christine Baumann, Ärztin. Darum ist es wichtig auf die richtige Seife zu setzen. "Am besten waschen wir unsere Hände mit hautfreundlicher Seife. Mit ph-neutraler Seife." Und danach ganz wichtig: immer schön einfetten. "Dabei hilft schon eine gewöhnliche Handcrème." Tragen wir also Sorge zu einem wichtigen Instrument im Kampf gegen das Virus: Unseren Händen./ik
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Zermatt: Die Epidemie anno 1963

RRO - 23. März 2020 - 6:03
Schon einmal musste das Matterhorndorf eine Epidemie durchstehen. Im Jahr 1963 nämlich. Wie war das damals? Wo liegen die Unterschiede zur heutigen Corona-Krise? Zeitzeugen berichten.

Die Schule geschlossen, die Touristen weg, die Kranken isoliert: Im März 1963, also vor genau 57 Jahren, erleben die Zermatter eine Situation, die der heutigen gar nicht so unähnlich ist. Und doch irgendwie ganz anders war, wie sich zwei Zeitzeugen erinnern.Es begann an den Tagen rund um das Gornergrat-Derby. An welchem Tag exakt, weiss Amédée Biner nicht mehr genau. Auf jeden Fall irgendwann um den 19. März, denn das legendäre Skirennen organisierten die Zermatter immer um den Josefstag herum. "Als Mitglied der Musikgesellschaft ging ich in den Gemeindesaal, wo wir unsere Instrumente für den Umzug deponiert hatten. Als ich in den Saal kam, hiess es von überall: Hast du’s schon gehört? Wir haben den Typhus! In Zermatt!" Von da an sei es schnell gegangen: Innert drei Tagen, erinnert sich der heute 83-Jährige, seien sämtliche Touristen abgereist. Aus den 11'000 Personen, die das Matterhorndorf um diese Zeit normalerweise beherbergte, wurden innert kurzer Zeit 3000, wie in den damaligen Ausgaben des Walliser Boten nachzulesen ist.Der Typhus ist eine durch Bakterien übertragene Infektionskrankheit, die bei den Betroffenen unter anderem zu hohem Fieber, starkem Durchfall und in einigen Fällen bis hin zum Tod führen kann. Übertragen wird er durch menschliche Ausscheidungen, die beispielsweise ins Trinkwassersystem gelangen. Und genau so war es denn auch in Zermatt: Als Ursprung des Typhusausbruchs wurde lange Zeit ein infizierter italienischer Bauarbeiter genannt, dessen Ausscheidungen via Klärgrube in den Zmuttbach und von dort ins Zermatter Trinkwasserversorgungssystem gelangten. Lange Zeit nach dem Ausbruch wurde dann festgestellt, dass man die genaue Ursache wohl nie herausfinden würde."Zermatt war zuvor enorm schnell gewachsen. Damit einher gingen gewisse Infrastrukturprobleme", blickt Beat Perren auf die damalige Zeit zurück. Der heute 91-Jährige sass damals im Zermatter Gemeinderat und hatte als Verantwortlicher des Ressorts Gesundheit alle Hände voll zu tun. Angeordnet wurde eine breite Untersuchung aller Einheimischen und des Saisonpersonals, zudem wurden die Menschen angewiesen, nur noch Mineralwasser und gekochte Speisen zu sich zu nehmen. "Die Hygieneregeln gingen zwar weniger weit als heute, doch auch damals wurde man aufgefordert, für eine gründliche und fleissige Hygiene zu sorgen", sagt Amédée Biner.Als weitere Massnahme schlossen die Zermatter die Schule und richteten in den dortigen Räumlichkeiten ein Notspital ein, wo die Kranken und die Verdachtsfälle von der restlichen Bevölkerung abgeschottet wurden. Bald einmal marschierte auch die Armee im Matterhorndorf auf: eine 42 Mann starke Abteilung, die die Behörden beim Betrieb des Notspitals sowie bei den Tests der Bevölkerung unterstützte. "Das waren beinahe kriegsähnliche Zustände: Überall im Dorf sah man Soldaten, und Ambulanzen fuhren umher", weiss Biner zu berichten.Dennoch sollten sich innerhalb eines guten Monats 437 Menschen mit dem Typhus anstecken. 250 davon Schweizer oder in Zermatt angestelltes Personal, der Rest Ausländer. Mehr, als man im Matterhorndorf versorgen konnte: Mit dem Zug – die Strasse zwischen St. Niklaus und Zermatt glich damals eher einem Saumpfad – wurden Patienten in die Spitäler von Brig, Siders, Sitten, Martinach und Bern transportiert. Im Spital von Sitten wurden gar zwei Stockwerke komplett geräumt, um Platz für die Typhus-Patienten zu schaffen. Der Transport der Kranken sei denn auch eine der grössten Herausforderungen gewesen, sagt Beat Perren. Dies, da sich das Bahnunternehmen zunächst geweigert habe, ansteckende Patienten zu befördern. Erst nachdem der Staatsrat ein Machtwort gesprochen hatte, musste die Bahngesellschaft einlenken. Einige Patienten seien ausserdem von Helikopterpilot Hermann Geiger ausgeflogen worden.Trotz aller Anstrengungen forderte der Typhusausbruch in Zermatt schlussendlich drei Todesopfer: eine 62-jährige Zermatterin und Mutter von 13 Kindern, eine 22-jährige Hotelangestellte sowie einen 25 Jahre alten britischen Marinesoldaten, der sich in Zermatt im Skiurlaub befand. "Das war natürlich ein grosser Imageschaden für unser Dorf", weiss Amédée Biner. Denn über den Zermatter Typhus berichteten die Medien auch international – verzeichneten einige Länder doch kranke Personen, die aus Zermatt zurückgekehrt waren.Ebenfalls beachtlich war der wirtschaftliche Schaden: Als die Gäste das Dorf Hals über Kopf verliessen, herrschten perfekte Schneeverhältnisse. Rund ein Viertel der Einnahmen der Wintersaison seien ausgefallen, war im WB später zu lesen. Restaurants und Hotels mussten schliessen, da sie keine Gäste mehr hatten. Gleichzeitig beklagten sich die Gewerkschaften, dass den ausländischen Arbeitern die Pässe entzogen und dem Schweizer Personal der Lohn nicht ausbezahlt würde, um sicherzustellen, dass diese im Dorf blieben. Wenn die Situation überhaupt etwas Gutes gehabt habe, dann wohl, dass die Einheimischen während dieser Zeit näher zusammengerückt seien, glaubt Amédée Biner. Später dann wurden im Dorf ebenfalls Anpassungen gemacht. So investierte die Gemeinde kräftig in die Modernisierung ihrer Wasserinfrastruktur; zudem habe man für die Gemeinde einen Ambulanzdienst aufgezogen, erzählt Beat Perren.Trotz einiger Parallelen sind sich Biner und Perren aber einig, dass sich die heutige Situation so gar nicht mit dem Ausbruch des Typhus anno 1963 vergleichen lasse. Zum einen, da die "Epidemie" damals lokal begrenzt war. Vor allem aber sei die Krankheit weniger furchteinflössend gewesen: "Gegen den Typhus konnte man sich wenigstens schützen, indem man das Wasser abkochte – er verbreitet sich ja nicht über die Atmung", sagt etwa Beat Perren. Dementsprechend seien Zermatts Strassen im März 1963 trotz der Abreise der Gäste nie richtig leer gefegt gewesen. Nun hingegen, ergänzt Amédée Perren, werde er seine Tage gemeinsam mit seiner Frau im Haus verbringen. Zurück bleibe die Hoffnung, dass man doch auch dem Coronavirus einmal Meister werde, wenn sich nur alle an die Verhaltensregeln halten würden./pac
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Als der Typhus die Touristen aus Zermatt vertrieb

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 6:00
Die Schule geschlossen, die Touristen weg, die Kranken isoliert: Im März 1963, also vor genau 57 Jahren, erleben die Zermatter eine Situation, die der heutigen gar nicht so unähnlich ist. Und doch irgendwie ganz anders war, wie sich zwei Zeitzeugen erinnern.
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Erster Notstand in Friedenszeiten

http://www.1815.ch - 23. März 2020 - 0:26
Die Landesregierung handelt derzeit im Alleingang. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg. Und fast ohne Kritik. Aber die Entscheide werden schon in kurzer Zeit viel zu reden geben.
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